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DAS INTERNATIONALE MUSEUM DER REFORMATION IST WEGEN UMBAUARBEITEN GESCHLOSSEN

Ansichten der Maison Mallet

Auf dem ersten Bild erkennt man die Freitreppe zum Peterhof (Cour Saint-Pierre), dem Platz vor der Kathedrale. Auf der untersten Stufe sitzt ein kleiner Junge. Aus dem Inneren des Hauses, hinter der grossen Fenstertür, schauen Kinder und Frauen auf den Fotografen. Das zweite Bild zeigt einen Ausschnitt der gleichen Fassade an der Ecke des Cour Saint-Pierre und der Rue du Cloître. Zwei Kinder stehen an die Hauswand gelehnt.

Der Bankier Gédéon Mallet, dessen aus Rouen stammende Familie im 16. Jahrhundert aus religiösen Gründen in Genf Zuflucht gesucht hatte, liess die Maison Mallet zwischen 1721 und 1725 auf den Ruinen des ehemaligen Kreuzgangs von Saint-Pierre erbauen – genau dort, wo die Genfer am 21. Mai 1536 die Reformation beschlossen hatten. Architekt des prächtigen Stadtpalais’ war Jean-François Blondel, ebenfalls aus Rouen. Der nach den Wünschen der aufeinanderfolgenden Besitzer mehrfach umgebaute und angepasste Bau, der 1946 von der reformierten Kirche Genf erworben wurde, hat sich seinen ursprünglichen Charme bis heute bewahrt.

Als symbolträchtiger Ort für die Geschichte des Protestantismus beherbergt die Maison Mallet seit 2005 das Internationale Museum der Reformation.

 

 

Anonymus, Ansichten der Maison Mallet, Ende 19. und Anfang 20. Jahrhundert.

Diese Fotografien, aufgenommen von einem Unbekannten um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert, zeigen die Fassade der Maison Mallet in Genf.