Internationales Museum der Reformation
Kommende Sonderausstellung
Ferdinand Hodler, "Calvin et les professeurs dans la cour du Collège", huile sur toile, 1883-1884, Musée d’art et d’histoire, Genève.
Ferdinand Hodler. Glaubensbekenntnis
25. September 2026 – 24. Januar 2027

Diese Ausstellung beleuchtet erstmals die Zusammenhänge zwischen den Gemälden von Ferdinand Hodler (1853–1918) und der Religion. In seiner Jugend war der Schweizer Maler ein begeisterter Leser der Bibel. In seinen Gemälden stellte er seltene biblische Szenen dar, insbesondere die des barmherzigen Samariters. Der gebürtige Berner und bekennende Protestant schuf zudem ein Gemälde, das ihn mit der Reformation und der Stadt Genf verbindet: „Calvin im Innenhof des Collège“. Bekannt sind auch mehrere Kircheninterieurs und Gebetsszenen.
Diese Ausstellung untersucht die religiösen Wurzeln von Ferdinand Hodler und konzentriert sich dabei vor allem darauf, wie der Maler sich die Idee der Schöpfung zu eigen machte, sie auf die Natur übertrug und durch seine Kunsttheorie fast eine Form des Pantheismus entwickelte. Der Glaube, dass die Ordnung der Natur eine höhere Einheit zum Ausdruck bringt, prägte die Entstehung von Hodlers bedeutendsten Werken, insbesondere seiner letzten großen symbolistischen Kompositionen wie „Blick ins Unendliche“ sowie der von ihm als „planetarisch“ bezeichneten Landschaften, die zur Meditation und zur spirituellen Erhebung einladen. Anhand von rund fünfundzwanzig Gemälden zeichnet die Ausstellung Hodlers verschiedene künstlerische Überzeugungen und die spirituellen Etappen seines Weges nach.
Ferdinand Hodler, Was die Blumen sagen, um 1893, Öl auf Leinwand, 100 x 50 cm, Liestal, Sammlung Kunstkredit, Archäologie und Museum Baselland, ©Serge Hasenböhler
